Gau-Bischofsheim in der Zeitung  
  Ein Pressespiegel  

 

In Gau-Bischofsheim startet die Grundstücksvermarktung fürs Neubaugebiet „Am Weingarten“
28.04.2012 - GAU-BISCHOFSHEIM

Von Dieter Oberhollenzer

Der Ortsbürgermeister steht im Rathaus vor einer akkuraten Planskizze mit verschiedenen Markierungen. Die acht grünen Punkte zeigen die ersten „verbindlichen Reservierungen“ an. „Die Grundstücke in Feldrandlagen mit freiem Blick in Richtung Süden und Osten sind am begehrtesten“, kommentiert Patric Müller (SPD) den Startschuss für die Vermarktung des Neubaugebiets „Am Weingarten“.
Im Weindorf Gau-Bischofsheim - die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz ist inzwischen unter die Marke von 2 000 gerutscht - wird schon seit vielen Jahren über die Ausweisung eines größeren Neubaugebiets am westlichen Ortseingang diskutiert und gestritten. Im Fokus stehen dabei die Fläche des alten Sportplatzes und die angrenzenden Weinberge.
Areal umfasst 53 Grundstücke
Rund um das Plangebiet „Alter Sportplatz/Schwarzbach/Hord“ geht es lange um Rutschhanggefahren, Gutachten und Bürgerproteste, um Linksabbieger-Spur am alten Friedhof und Ansiedlung eines Lebensmittelmarkts, um zähe Verhandlungen mit Eigentümern, Investoren, Nebenanliegern und Straßenplanungsbehörden. Das Projekt steht immer wieder kurz vor dem Aus.

Aber inzwischen ist der Bebauungsplan, der jetzt unter der Bezeichnung „Am Weingarten“ firmiert, unter Dach und Fach. Die Satzung erhält durch die bevorstehende Veröffentlichung im Amtsblatt Rechtskraft. Der abgesteckte Rahmen sieht jetzt so aus: Das Areal in leichter Süd-Ost-Hanglage umfasst 53 Grundstücke für Wohn- und Mischgebiet; 39 Grundstücke werden von der Gemeinde direkt vermarktet; die restlichen 14 von den ehemaligen Besitzern selbst übernommen. Die Quadratmeterpreise liegen zwischen 280 und 340 Euro; für das Mischgebiet bei 240 Euro. Das 2,8 Hektar große Gesamtgebiet umfasst auch eine 5 600 Quadratmeter große Gewerbefläche.

Die überfraktionelle Arbeitsgruppe „Baugebiet Am Weingarten“ und der Ortsbürgermeister wollen die Vermarktung vorantreiben. Kaufinteressenten können jeden Mittwochnachmittag in der Ortsverwaltung die Unterlagen sichten, Reservierungen vornehmen lassen und sich über den weiteren Zeitplan informieren.

Im Sommer soll Erschließung beginnen

Vorgesehen ist, dass im Sommer die Erschließungsarbeiten beginnen können. „Nach etwa einem Jahr, ich denke im Juli oder August 2013, kann dann mit dem Hausbau begonnen werden“, wagt der Ortsbürgermeister eine Prognose. Auf der kommunalpolitischen Tagesordnung ganz oben bleibt die Verbesserung der Infrastruktur im Dorf. Der Neubau eines Kindergartens und die Organisation des Bauhofs sind dabei wichtige Projekte. Die Realisierungschancen sollen sich möglicherweise durch eine angestrebte „interkommunale Zusammenarbeit“ mit dem direkt angrenzenden Harxheim verbessern.

Auch die Ansiedlung eines Einkaufsmarktes bleibt fest im Blick der Gau-Bischofsheimer. Wenn ein solches Vorhaben im Neubaugebiet nicht klappt, könnte eine näher bei Harxheim liegende Alternativfläche ganz neue Perspektiven eröffnen. Einzelheiten will der Ortsbürgermeister noch nicht auf dem öffentlichen Markt diskutieren.
28.4.12

 


 

Wichtiges zum „Weingarten“ im World-Wide-Web

14.03.2012 - GAU-BISCHOFSHEIM

RAT Gau-Bischofsheim informiert auf Gemeinde-Homepage über Neubaugebiet / Rodung und Abbrucharbeiten für rund 35 000 Euro

(esp). In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ging es einmal mehr um das geplante Baugebiet „Alter Sportplatz/ Schwarzbach/Hord“, zu dem nun unter dem neuen Namen Baugebiet „Am Weingarten“ Informationen auf der Homepage der Gemeinde abrufbar sind. Bürgermeister Patric Müller (SPD) gab eine Eilentscheidung der Verwaltung bekannt, die sich in zwei Teilbereiche zu kurzfristig vergebenen Aufträgen gliederte. Zum einen ging es um Rodungsarbeiten in Höhe von 25 000 Euro, die wegen Umweltrichtlinien bis zum 1. März abgeschlossen sein mussten, zum anderen um zusätzliche Abbrucharbeiten (9 610 Euro) eines Kellers auf einem der betroffenen Grundstücke. Wie Müller erklärte, trat die Gemeinde jeweils in Vorlage, da die Kosten der Rodungsarbeiten über die Erschließung zurückfließen und die Abbrucharbeiten über den Insolvenzverwalter des Grundstückseigentümers abgerechnet werden sollen.

Für Unstimmigkeiten sorgte eine Anfrage der CDU-Fraktion zum Bericht der Kindergartenbeauftragten in der Dezembersitzung. Hans- Georg Keßler (CDU) irritierte, dass der Bürgermeister damals erklärt habe, Kindergartenleiterin Maren Kreißl habe den Bericht in Vertretung der Kindergartenbeauftragten erstellt und vorgetragen, da diese verhindert gewesen sei. Die Amtsinhaberin habe nun darauf hingewiesen, dass sie nicht eingeladen worden sei und den Bericht gerne selbst ausgeführt hätte. Müller erklärte dies mit einem „kommunikativen Fehler“: „Ich hielt die Einladung nicht für nötig, da die Beauftragte keine Kinder mehr im Kindergarten hat und die Wahl eines neuen Vertreters aussteht.“

Eine weitere CDU-Anfrage zur Umsetzung eines Ratsbeschlusses vom April 2009 werde er schriftlich beantworten, da er sich erst die nötigen Informationen beschaffen müsse.

Hierbei ging es um den Auftrag, nicht umgesetzte Wohnbaufläche im „Hord“ im Flächennutzungsplan freizugeben und auf das Gebiet „Neunmorgen“ zu übertragen.

IM RAT NOTIERT Müller informierte außerdem über den Eingang des Schreibens der
Kommunalaufsicht zum Haushalt 2012 und führte aus, dass man die Beanstandungen
bezüglich des Fehlbedarfs zur Kenntnis nehme.

Am Samstag, 24. März, beteiligt sich die Gemeinde an der Aktion „Saubere Landschaft“.

14.3.12

 

 

 

Startschuss ist gefallen

16.02.2012 - GAU-BISCHOFSHEIM

Von Petra Escher

ALTER SPORTPLATZ Gau-Bischofsheimer Neubaugebiet ab 24. Februar rechtswirksam

„Wer am Baugebiet Alter Sportplatz/Schwarzbach/Hord vorbeikommt, sieht, dass sich etwas tut.“ Gerne lieferte Ortsbürgermeister Patric Müller (SPD) den Grund für den Sachstandsbericht zum Baugebiet in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Damit die Bürger über den Fortgang am alten Sportplatz auf dem Laufenden bleiben, führte der Erste Beigeordnete Rudolf Dorbert (FDP) den Stand der Dinge in Sachen Baugebiet aus. Als Mitglied der überparteilichen Arbeitsgruppe „Alter Sportplatz“, in der er mit Gerd Siering, Erwin Orth und Heinz Knab das Projekt betreut, verkündete er erfreut, dass alle Grundstückseigentümer ihre Zustimmung zur Umlegung signalisiert haben und das Baugebiet nach dem für den 24. Februar geplanten Abschluss der Verträge rechtswirksam werden kann. Die Erschließungsmaßnahmen sollen dann unmittelbar starten.

Vormerkung ab sofort möglich

„Wenn das alles planmäßig verläuft, können Bauwillige ab Frühjahr nächsten Jahres mit der Erstellung ihres Eigenheimes beginnen“, erklärte Dorbert. Damit ist spätestens jetzt der Startschuss für das Rennen um die Bauplätze gefallen. Denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Zwar können noch keine rechtsverbindlichen Reservierungen entgegengenommen werden, aber die Vormerkung von Interessenten als Grundstein für eine gute Ausgangsposition bei der endgültigen Vergabe ist ab sofort beim Beigeordneten (rudolf.dorbert@gau-bischofsheim.de) möglich.

Gewerbegebiet plus 50 Plätze für Wohnbebauung

Neben dem im nördlichen Teil anzusiedelnden Misch- und Gewerbegebiet sollen etwa 50 Bauplätze für Wohnbebauung entstehen. Die Preise sind je nach Lage in Kategorien eingeteilt. Neben der begehrten Feldrand- und Südhanglage, ist besonders für junge Familien der Bau von Doppelhaushälften interessant. Den erschlossenen Grundstückspreisanteil hierfür bezifferte Dorbert auf etwa 70 000 Euro. Außerdem sei angedacht, dass Gau-Bischofsheimer Bürger einen Rabatt erhalten. Auch würden weiterhin Gespräche zur Ansiedlung eines Supermarktes geführt.

Neben der Zukunft „Baugebiet“, kümmerte sich der Rat in Form der Jahresrechnung 2009 aber auch um die Vergangenheit. Nach der Empfehlung des Rechnungsprüfungsausschusses, dessen Vorsitzende Dorothea Schäfer (CDU) den Sachverhalt erläuterte, stellte der Rat den Jahresabschluss 2009 fest und entlastete Bürgermeister und Beigeordnete von Orts- und Verbandsgemeinde für diesen Zeitraum.

Ortsbürgermeister Müller informierte außerdem darüber, dass ab März die Stelle in der offenen Jugendbetreuung wieder besetzt und das Sporthallenkonzept in der nächsten Sitzungsrunde vorgestellt wird.
16.2.12

 



 

Gau-Bischofsheim
Die Weichen sind gestellt


16.12.2011 - GAU-BISCHOFSHEIM

ETAT Finanzentwurf für 2012 abgesegnet / Minus von rund 285 000 Euro

(esp). Die letzte Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr stand im Zeichen des Haushaltsplanes für 2012. Viel Lob für die Mitarbeiter der VG gab es einhellig für die frühe Vorlage des Zahlenwerks. Aber nicht nur Zeitpunkt, sondern auch Inhalt von Haushaltsplan und -satzung 2012 erhielten Zustimmung und wurden deshalb unter Berücksichtigung einiger Änderungen mehrheitlich beschlossen.

Der von Bürgermeister Patric Müller (SPD) vorgestellte unausgeglichene Plan wies im Ergebnishaushalt Erträge von rund 2,4 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 2,7 Millionen Euro auf, was einen Fehlbetrag von 283 650 Euro ergab. Die energetische Sanierung des Unterhofs nannte er als bedeutende Position, bei der geplante Kosten von 295 000 Euro Zuwendungen von 117 000 Euro gegenüberstanden.

Grundstück für Kindergarten soll erworben werden

Im Bereich des Finanzhaushalts führten Einzahlungen von etwa 6,5 Millionen Euro bei Auszahlungen von rund 6,7 Millionen Euro zu einer negativen Veränderung des Finanzmittelbestands von 198 696 Euro. Hier bildete der Grunderwerb im Baugebiet „Alter Sportplatz/Schwarzbach/Hord“ mit fast 4 Millionen Euro den größten Anteil. Aus Erschließung und Vermarktung wird ein Reingewinn von 1,4 Millionen Euro erwartet. Zum Erwerb eines Grundstücks für den Kindergartenneubau wurden 250 000 Euro eingestellt. Beim Neubau der Sporthalle wurden 25 000 Euro Planungskosten berücksichtigt. Hans-Georg Keßler betonte, die CDU-Fraktion werde sich aktiv an der Vermarktung des Baugebietes „Alter Sportplatz/Schwarzbach“ beteiligen, um weitere Gewinnschmälerungen und höhere Kaufpreise zu vermeiden. Er regte aber auch an, grundsätzliche Entscheidungen für die Dorfentwicklung zu treffen und in einem Gesamtkonzept zu verankern. Außerdem erinnerte er daran, dass es für die Dachsanierung des Rathauses keine Zuschüsse gibt und forderte die Prüfung anderer Alternativen.

Für die SPD-Fraktion erklärte Armin Sambale: „Die Verwaltung stellt mit dem Haushaltsentwurf 2012 die notwendigen Weichen, um die Vorbereitungen der letzten Jahre endlich in die Tat umsetzen zu können.“ So könne die Erschließung des Wohngebiets am alten Sportplatz starten. Die vorgesehenen Investitionen im Kindergarten bezeichnete er als notwendig, um dem Rechtsanspruch ab 2013 gerecht zu werden. Bezüglich der Sporthalle regte er an, die Ergebnisse eines Gutachtens abzuwarten und dann zu entscheiden, ob die Sanierung und Erweiterung im Bestand sinnvoll sei.

Dr. Christine Erhardt (FDP) betonte, dass für die Handlungsfähigkeit ein Haushaltsausgleich und die Erwirtschaftung eines Überschusses dringend notwendig sei und erinnerte daran, dass auf die Gemeinde in den nächsten Jahren erhebliche finanzielle Belastungen durch Grundstückserwerbe, Neubauten oder Sanierungen zukämen.

Bürger zur Mitarbeit aufgerufen

Außerdem rief sie die Bürger angesichts des geringen Interesses am Bürgerforum zum Kindergartenstandort zur Mitarbeit auf. Auch Karlheinz Kohn (FWG) signalisierte Zustimmung für das „aussagekräftige Werk“.

Anträge der CDU-Fraktion, 15 000 Euro für eine Überdachung am Kindergarten sowie Gehörschutz aus dem Haushaltsplan herauszunehmen und dafür den Betrag für Reparaturen an der Sporthalle von 4 000 auf 17 000 Euro zu erhöhen, wurden abgelehnt. Ein weiterer Antrag, von den 60 000 Euro, die für die Reparatur von Straßenschäden vorgesehen sind, 15 000 Euro gezielt für eine Neuverlegung der Pflastersteine im „Liebespfad“ einzusetzen, erhielt dagegen Zustimmung, allerdings unter Berücksichtigung eines Kostenvoranschlags für eine Beleuchtung.
IM RAT NOTIERT
Zustimmung erzielte auch die Vervollständigung eines Umlegungsausschusses für das Baugebiet „Alter Sportplatz/Schwarzbach/Hord“.

Bernhard Marschall übergab das von ihm zusammengetragene Findbuch der Gemeinde an Bürgermeister Müller.

Die Bodenuntersuchung des Sportplatzbelages ergab keine Schadstoffbelastung.

16.12..2011

 

 

 

 

 

                 
                 
                 
                 
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